Kinderspielplätze – Bedeutung für die Stadtplanung

Kinderspielplatz - Dolores Stuttner
Kinderspielplatz - Dolores Stuttner
Die Vorteile von Kinderspielplätzen und weshalb diese aus funktionierenden Wohngefügen nicht mehr wegzudenken sind.

Bis ins Jahr 1850 waren Kinderspielplätze weitgehend unbekannt. Zur damaligen Zeit nutzten Kinder zumeist die Welt der Erwachsenen, um auf spielerische Art und Weise Erfahrungen zu sammeln. Allerdings war dies nicht selten mit einigen Gefahren verbunden, da die meisten Stätten für die kindlichen Aktivitäten nicht geeignet waren. Aus diesem Grund kam es nach der Industrialisierung in dieser Sache, auch zum erstmaligen Umdenken. Dies wurde ebenso von Wissenschaft gefördert, die in regelmäßigen Abständen neue Erkenntnisse zu Tage brachte. Während dieser Zeit entstanden auch die ersten Kinderspielstätten.

Der Einfluss von Kinderspielstätten auf das Verhalten

Im Großen und Ganzen kann gesagt werden, dass Spielplätze von großer Wichtigkeit sind. Das Entdecken der Umwelt und des Spielens hat auch bei der Entwicklung des Kindes eine wichtige Rolle inne. Es hilft dabei, etwaige Aggressionen abzubauen und sich in die Gesellschaft zu integrieren. Diese Erkenntnis macht sich auch die heutige Architektur und Stadtplanung zu Nutze, weshalb das Element des Spielens in städtebaulichen Entwürfen, immer öfter berücksichtigt wird.

Oftmals werden allerdings auch bestehende, historisch entstandene Wohngebiete überarbeitet und neu beplant. Die vermehrte Berücksichtigung und Errichtung von Spiel- und Sportflächen spielt hierbei eine äußerst essenzielle Rolle. In der heutigen Zeit werden oftmals Kinderspielplätze für verschiedene Altersstufen errichtet. Dies beugt zusätzlichen Konflikten vor, da sich die Interessen eines 3-jährigen Kindes von denen eines 10-Jährigen doch ziemlich drastisch unterscheiden. Manche Experten stehen dieser Sache allerdings auch kritisch gegenüber und sind der Meinung, dass man den Kindern, die Möglichkeit lassen sollte, die „Welt der Erwachsenen“ zu erforschen und zu bespielen. Aus diesem Grund erfreuen sich auch weitgehend naturbelassene „Abenteuerspielplätze“ einer immer größer werdenden Beliebtheit. Diese sollen den Kindern dabei helfen, ihre natürliche Neugier zu befriedigen.

Kinderspielstätten als Planungselement

Spielplätze sind vor allem im städtischen Gefüge ein gerne eingesetztes Planungselement. Da in Großstädten zumeist viel zu wenige Grünflächen vorhanden sind, stellen Kinderspielstätten einen guten Ausgleich dar. Aus diesem Grund sind auch bei den meisten Schulen und Kindergärten ausreichend große Spielflächen vorhanden. Diese befriedigen nicht nur den Bewegungsdrang der Kinder, sondern sorgen auch für körperliche Aktivität. Beide Faktoren wirken sich letzten Endes positiv auf die Gesundheit aus. Stark im Kommen sind in der heutigen Zeit auch so genannte Mädchenspielplätze. Diese zeichnen sich in erster Linie dadurch aus, dass sie nur für Personen des weiblichen Geschlechts zugänglich sind. Diese Art von Spielplätzen soll einen geschützten Raum für Mädchen schaffen, in welchem diese ihrem Forscherdrang und Spieltrieb freien Lauf lassen können. Zusammenfassen kann gesagt werden, dass Spielstätten in keinem funktionierenden Siedlungsgefüge fehlen sollten, da diese die Entwicklung der Kinder maßgeblich beeinflussen können.

Quellen:

  • Hotzan Jürgen. dtv-Atlas Stadt. München 2004
  • Mädchen.Bewegung.Raum. Feltz, Hottenträger, Gruber et al. WIen 2003
Dolores Stuttner, Dolores Stuttner

Dolores Stuttner - Ich schlüpfte im Jahr 1986 im schönen Wien aus dem Ei. Ab dem siebten Lebensjahr habe ich die Hobbys Lesen und Lego für ...

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