Wie Einkaufszentren das Ortsbild verändern

Einkaufszentrum - Dolores Stuttner
Einkaufszentrum - Dolores Stuttner
Der Einfluss von großflächigen Einkaufszentren auf das Ortsbild einer Stadt und wie sich deren Existenz auf den Raum auswirkt.

Einkaufszentren stellen heutzutage ein viel diskutiertes Thema dar. Dies ist nicht zuletzt deswegen der Fall, da sie einen massiven Einfluss auf das Ortsbild und die Stadtlandschaft ausüben. In der heutigen Zeit sind jedoch nicht alle großflächigen Einkaufszonen in einer Großstadt angesiedelt. Viele befinden sich auch in ländlicheren Gebieten oder an der Stadtgrenze, im so genannten Speckgürtel.

Nachteile, die sich durch die Existenz vieler Einkaufszentren ergeben

Eine der größten negativen Auswirkungen, die sich durch die Existenz von Einkaufzentren ergeben, stellt das Aussterben von kleineren Geschäften innerhalb eines ländlichen Ortes oder den inneren Bezirken einer Stadt dar. Dies ist zumeist dadurch bedingt, dass Erstere mit dem PKW besser erreichbar sind und genügend Stellplätze anbieten sowie über ein breiter gefächertes Warenangebot verfügen. Ein weiterer Nachteil von Einkaufszentren ist der große Flächenverbrauch. Dieser ergibt sich oftmals dadurch, dass Shopping-Center über relativ wenige Geschosse und viele Lager- und Einkaufshallen verfügen. Jene Tatsache stellt nicht nur in Städten, sondern auch in ländlichen Gemeinden ein großes Problem dar, da diese manchmal nicht über allzu viele verwertbare Grundstücksflächen verfügen. Dadurch werden Flächen für Einkaufszentren zur Verfügung gestellt, die eigentlich sinnvoller genutzt werden könnten.

Wie man den negativen Einflüssen der Einkaufszentren entgegenwirken kann

Um einer Verödung der Kernstädte und Ortszentren entgegenzuwirken, sollte man diese wieder attraktiver gestalten, so dass eine gewisse Aufenthaltsqualität spürbar wird. Da die inneren Bezirke zumeist über wenige Parkplätze verfügen, sollte man diese durch den Öffentlichen Personennahverkehr gut erschließen. In der Stadtplanung muss die Entwicklung von jenen Geschäftszentren gefördert werden. Als Negativbeispiel ist hierbei die Stadt Wien zu nennen, da es dort bei fast jeder Endstation der verschiedenen U Bahn-Linien zum Bau von großen Geschäftsflächen kommt. Dies hat zur Folge, dass sich das Leben zumeist in den Gegenden um die Stationen konzentriert, während Personen, deren Wohnung etwas entlegener angesiedelt worden ist, bis zur nächsten Einkaufsmöglichkeit einen weiten Weg zurücklegen müssen. Jene Tendenz ist auch bei Dörfern in ländlichen Gebieten zu beobachten. Dort kämpfen viele kleinere Geschäfte um ihre Existenz, da sie mit den großen Einkaufzentren nicht mithalten können. In der Raumplanung könnte man dem Geschäftesterben mit einer Wiederbelebung der Zentren entgegenwirken. Dadurch kann es zum erneuten Aufblühen von Kleinstädten kommen, was wiederum einige Bewohner anziehen würde.

Zusammenfassend kann gesagt werden, dass die Existenz von Einkaufzentren per se nicht als schlecht anzusehen ist. Problematisch wird es erst, wenn diese zu zahlreich oder gar im Übermaß vorhanden sind. Aus diesem Grund sollten neue Siedlungen und Wohngebiete immer mit Bedacht und vorausschauend geplant werden.

Quellen:

  • Hotzan Jürgen. dtv-Atlas Stadt. München 2004
  • Boeckl, Glogowski. Architektur Aktuell. Januar/Februar 2009
Dolores Stuttner, Dolores Stuttner

Dolores Stuttner - Ich schlüpfte im Jahr 1986 im schönen Wien aus dem Ei. Ab dem siebten Lebensjahr habe ich die Hobbys Lesen und Lego für ...

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